Copyright Criminals Screening am 12. März 2010

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Freunde,

Wir schreiben das Jahr 2010: die Copyright Gesetzte hinken dem aktuellen Stand der Technik und auch der Kulturtechnik hinterher. Das Internet ist gerade mal in seiner Pubertät- Google scant tonnenweise Bücher ein, seit neuestem taucht das nicht besonders neue Prinzip des Samplings auch im deutschen Literaturbetrieb -und den Feuilletons- wieder auf.

In Blogs und dem noch viel schnelleren Plattformen wie Tumblr, Google Reader oder Facebook werden Texte, Bilder und Videos aus ihrem Originalkontext herausgerissen und nahezu viral wieder und wieder auf einen einfachen Mausklick vervielfältigt.

Längst geht es nicht mehr darum, das Prinzip des Copy und Paste, des Samplings oder des De-Kontextualisierens in Frage zu stellen. Denn diese Techniken sind bereits Alltag in unserem Leben, es entstehen neue spannende Kunstwerke, Arbeiten und Geschichten. Aber- und das muss man auch eingestehen- viel Schrott.

Die Diskussion, wie man nun mit dem Urheberrecht im 21. Jahrhundert umgeht, sollte eigentlich in vollem Gange sein. Doch in Deutschland regt man sich dann doch lieber über eine Trunkenheitsfahrt auf, ach ja und ein Mädchen, das Texte von anderen genommen hat und damit ihr Buch aufgepeppte. Aber wo sind die neuen Ideen im Umgang mit der Arbeit anderer?

Gibt es neue Regeln, neue Selbstverständlichkeiten und neue Gesetzte?

Checkdisout und die Hamburger Botschaft zeigen am Freitag, 12. März die amerikanische Dokumentation “Copyright Criminals” mit anschliessender Diskussion zum Film und zum Thema.

Wo?

Hamburger Botschaft, Sternstraße 67

Wann?

Einlass um 19:30h, Beginn 20:00h.

Sprecher

Dietmar Brinkmann (Piratenpartei Hamburg)

Ale Dumbsky (Radar Filmfestival)

Thies Mynther (Phantom Ghost)

Rodja Schmitz-Hübsch (Finetunes)

Christian Tjaben (ByteFM)

Moderation

Matthias Weber (Checkdisout.com)

Spezial Performance

I.L.L. Will

Bis Freitag,

Simon und Matthias

Checkdisout #2: Video

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Checkdisout: am 26. Mai 2009 ging Hamburgs neues Forum für Kreative in die nächste Runde. Das Thema des Abends: New Publishing. Im Kunstverein Hamburg trafen sich Verena Dauerer (Page, Ex Ping-Mag), Markus Peichl (Lead Academy), Alain Bieber (Art, GuteSeiten), Alexander Böker (Chesley) und Moderator Daniel Schoeps. Die gesamte Diskussion gibt es jetzt als Video.

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I Feel This: Basement Sessions #11 featuring JAZZANOVA (DJ-Set)

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Ja, ja….Jazzanova.

Da muß man ja immer wahnsinnig ausholen und erstmal lang und breit erklären. Von wegen sechs Leute aus Berlin Ost und West sind Jazzanova, von denen sich die eine Hälfte um die Studioproduktionen kümmert, während die andere sich in erster Linie der Auflegerei widmet und oben druff auch noch das eigene, seit über 10 Jahren bestehende Sonar Kollektiv Label beackert, welches wiederum aus gefühlten drei Milliarden Sublabels besteht.

Das großartige neue Jazzanova Album erschien dennoch woanders, denn dafür ist man ja zu Verve, und eine Liveband existiert mittlerweile ebenfalls, die nochmal wieder andere Kapaiken ins Spiel bringt.  Dann kommen noch die ganzen Missverständnisse dazu, von wegen “¡die machen doch so loungy-poungy-Kaffee-Ladde-Beschallung’ undsoweiterundsofort.

Dabei geht es um nichts anderes als die nackte Liebe. Zur Musik. Ohne Scheuklappen. Ohne  Einschränkungen. Soul has many forms. Und Jazzanova kennen sie alle.

Wenn Jazzanova mit einem DJ-Set auf einem Flyer deiner Wahl angekündigt sind, heißt das in der Regel, dass einer von den sechs Heinis längs kommt und die Bude rockt. So auch bei uns am 07.03.09. Unser Mann heißt Jürgen von Knoblauch, trägt einen zu guten Namen, als daß dieser hier unerwähnt bleiben könnte und wird bei uns das abfeiern, wofür Jazzanova im Clubkontext stehen. Beseelter, houselastiger Freistil, der zuweilen durchaus weite Wege geht, keine cleveren Brüche scheut und gerne Zusammenhänge herstellt, wo man sie nicht unbedingt erwartet.

Stell dir einfach eine Clubnacht vor, auf der Theo Parrish, Gilles Peterson und Danny Krivit zusammen back to back spielen und du weißt in etwa, womit man rechnen darf.

Auf ihrem aktuellen Album “¡Of All The Things’ widmen sich Jazzanova mehr denn je ihren Alte Schule Einflüssen. Es geht um Songs statt Tracks und eher um analog als digital. Das Ergebnis ist ein ganz schön lauter Wurf unter Mitwirkung zahlloser Topvokalisten. Das Mic reichen sich u.a. Paul Randolph, Ben Westbeech, Jose James, Phonte (Little Brother), Joe Dukie (Fat Freddys Drop) oder Dwele und selbst der legendäre Leon Ware ist mit an Bord. Dabei representet man ein Spektrum, das von astreinen Soultunes bis zum Jazzschieber reicht.

Auch wenn man Begriffe wie “¡clubtauglich’ im Hause Jazzanova per se anders definiert als an so manchen anderen Orten, gehts auf dem Floor natürlich mehr zur Sache, als auf den meisten der Albumtracks. Dass man die beiden bisherigen 12′ Auskopplungen ‘Let Me Show Ya’ und ‘I Can See’ von Kollegen wie Henrik Schwarz, Holy Ghost! und Mark E allerfeinst remixen liess, ist beileibe kein Zufall. Alles in besten Händen also, wie immer bei den Jungs.

Wir freuen uns….

Von Vadder

I FEEL THIS

presents

BASEMENT SESSIONS

#11 featuring:

JAZZANOVA (DJ-Set)

(Sonar Kollektiv / Verve / Berlin)

+ I Feel This

Sa. 07.03.09

BAALSAAL

(Reeperbahn 25)

…midnight till late….

http://www.jazzanova.net

http://www.myspace.com/jazzanovask

Home

http://www.myspace.com/i_feel_this

Von Vadder

I Feel This feiert Geburtstag: Basement Sessions #10

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I FEEL THIS

presents

BASEMENT SESSIONS

# 10 featuring:

MARK E

(Jisco / Running Back / UK)

+ I FEEL THIS

(Larris / Vaddex / Constantin Groll)

07.02.09

BAALSAAL

(Reeperbahn 25)

midnight till late…

Fix verfliegt die Zeit, wenn man Spaß hat. Wenn man keinen hat im übrigen auch, um mit Larry David zu sprechen, aber das ist ein anderes Thema. Ein Jahr geht das nun schon? Basement Sessions im Baalsaal?  So siehts aus. Seit Feburar 08 kippen wir an jedem ersten Samstag des Monats literweise Seele in unseren Lieblingskeller, laden uns die  DJ’s ein, die wir schon immer mal holen wollten und gehen steil, aber anders steil. Schließlich können wir ohne rot zu werden für uns beanspruchen,  einen Sound zu representen, der in Hamburg nicht gerade unter überangebot leidet.  Zum kleinen Jubiläum gönnen wir uns einen Kollegen, der sich innerhalb recht kurzer Zeit in den Kreis unserer Favoriten-Heinis gespielt und bisher nahezu alles richtig gemacht hat . Continue reading

Music is Okay?!’: Interview with Ruben Jonas Schnell from ByteFM

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Our new event series checkdisout for PSFK readers in Germany kicks of this Thursday, November 20 in Hamburg. As of today, the very last Ticket for the premiere ‘Music is Okay?!‘ can be purchased if you want to be part of an insightful evening about digital music culture.

In this third interview in our series with the panelists we spoke with Ruben Jonas Schnell, Founder and CEO at ByteFM. We briefly wrote about ByteFM’s launch earlier this year:

ByteFM is a free to listen radio station from Hamburg, Germany, that aims to provide a high quality musical broadcast, put together and moderated by professional journalists – not hobbyists. Instead of the same old hit-rotation or classic tunes, their station stands offers valuable interviews and background information on music and its makers, small venues and huge clubs within Germany and elsewhere. The project is currently funded by donations and their main sponsor Panasonic.

Ruben, when we invited panelists for checkdisout, we asked everyone for a quote. Yours was: “Music is okay if content is king and sales are secondary.”“ Could you explain a bit more?

There’s so much great music out there! A lot of the great stuff is well known to almost everybody. However tons and tons of bands producing new and amazing music are quite unkown. Quality should be more important when it comes to selecting what to present to the public than the fact that something is well known and already successful.

It seems the music industry is still mourning over sales numbers and the demise of the industry. What opportunities to innovate, build new products and concepts in this field do you see?

Within the past view years live shows have become even more important when it comes to selling music. Innovative ideas in packaging can also help. A CD with an interesting, possibly handmade cover is much more attractive to pay for than your average jewel case. At best, this way you purchase not only audio- but also visual art.

What are the most interesting concepts and products in the field of digital music from your perspective at the moment? (Apart from ByteFM of course!)

To me digital possibilties in their unlimited numbers have become a little intimidating. It is difficult to keep track of what’s going on with all the new gadgets and options they offer. Therefore: simplicity turns me on.

From a musician point of view- What really excites you about the possibilities for music creating and collaboration in 2009 and what is a total downer for you?

Geography today is not a limit to the production progress anymore – that can be exciting. You can record music with musicians who never even meet eachother. Some stuff created this way is cool – of course also crap has been made this way.

Some final last words to the Majors?

Nope

Thanks, Ruben!

ByteFM

Music is Okay?!’: Interview with Oke Göttlich from Finetunes

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Our new event series checkdisout for PSFK readers in Germany takes place next Week, November 20 in Hamburg. Tickets for the premiere ‘Music is Okay?!‘ are almost sold out, so be quick if you want to be part of an insightful evening about digital music culture.

In this second interview in our series with the panelists we spoke with Oke Göttlich, General Manager at Finetunes. We recently wrote about Finetunes’ legal move against Last.fm’s un-licensed usage of various artists in Finetunes roster.

For more than four years, finetunes has been a pioneer in creating opportunities for independent labels in the digital music markets. Initially focused on providing digital solutions for the German independent labels, the Hamburg-based company now represents more than 1,000 record labels from around the world and has a network of satellite offices in London, Paris, Montreal, Tokyo and Barcelona.

Oke, when we invited panelists for checkdisout, we asked everyone for a quote. Yours was: “Music is okay, as long as it sounds good and somebody is paying the work of the artists.” Could you explain a bit more?

The vast majority used in the internet is for free. This is nice for the consumers and the reason for the fact that we never had more usage of music then today. But: If we want to keep quality and creativity alive, we as consumers/lovers/customers need to find ways of using music wherever the quality and service is top-notch and we are able to secure the artists to make a living from what service they are offering us: enjoyable times!

It seems the music industry is still mourning over sales numbers and the demise of the industry. What opportunities to innovate, build new products and concepts in this field do you see?

Break down the walls of burocracy and formalism! In Germany we are facing strange rules regarding usage of music in the internet. We need to define proper and pragmatic laws and monetisation models which enable everyone to use/share/listen the music he/she loves – in a legal surrounding. Lets take the good moments of all illegal sources and lets try to make them legal.

What are the most interesting concepts and products in the field of digital music from your perspective at the moment?

Connecting discovery/listening and purchasing of music. This impulse is needed as a good and proper introduction to the flood of music which is released week by week. Maybe a push option of certain services would be a nice gimmick.

Some last words to the Majors?

Make the best out of your money – as long as you are able to earn it!

Thanks, Oke!