Checkdisout: Research, Concepts, Lectures, Inspiration

-ausverkauft- Checkdisout #3: Ad Wars am 6. Oktober 2009

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Online vs. Offline, Konsument vs. Marke, Urban Spam vs. Branded Utility, alt gegen neu- der Kampf um Aufmerksamkeit wird immer verbissener. Drastische Veränderungen in der Mediennutzung verlangen nach neuen Denkweisen und Innovationen abseits der Einheitskampagne. Sind tatsächlich neue Ideen in Sicht?

Werbeagenturen, früher das Klischee für kreative Epizentren, sind an einer Zeitenwende angekommen. Wenn selbst unter Spitzenwerbern bereits ein "Armenhaus der Kreativität" beklagt wird, scheint die Lage ernst zu sein.

Immer mehr Menschen sehen Werbung als eine Plage, erheben ihr Wort im Netz, co-kreieren Produkte und schaffen es manchmal sogar, ganze Kampagnen zu sabotieren.

Während Festplattenrekorder Werbespots herausschneiden oder in São Paulo Plakatwände verboten werden, versucht die Industrie verzweifelt, neue Wege zu finden.

Einige Agenturen bemühen sich beherzt um den neuen Primus der Branche: Conversational oder Viral Marketing soll fruchtbare und am liebsten ehrliche Dialoge zwischen Marken und Kunden schaffen.

Checkdisout #3 spricht mit Kreativen, Strategen und Aktivisten über aktuelle Perspektiven in der Branche und diskutiert, ob klassische Werbung noch erfolgreich sein kann, welche neue Werbeformen in naher Zukunft denkbar sind und ob es überhaupt einen ehrlichen Dialog zwischen Marke und Kunden geben kann.

Sprecher

Gudio Heffels (Heimat Berlin)

Friedrich von Borries (Raumtaktik, Berlin)

Derek Richards (Piece of Cake, Hamburg)

Nina Rieke (buerobraun, Hamburg)

Matthias Schmidt (Scholz & Friends Group, Hamburg)

Moderation

Daniel Schoeps

Begrenztes Sitzplatzkontingent. Karten zum Preis von 15 Euro sind ab 7. September nur im Vorverkauf erhältlich auf: www.checkdisout.com

Termin: Dienstag, 6. Oktober 2009

Einlass: 19 Uhr, Beginn der Veranstaltung: 19:30 Uhr

Ort: Kunstverein Hamburg

4 Responses »

  1. Hallo, ich fand den Abend und die Gäste sehr unterhaltsam. Schade, dass keine gut geführte, vielleicht sogar Ergebnisorientierte Diskussion über das "vs." entstanden ist. Ich finde, dass es weniger gegen, sondern miteinander gehen sollte. Alles ist mit einander verzahnt. Wir machen Wirtschaft, wir leben von der Wirtschaft und könnten selbstbewußt sagen wir sind die Wirtschaft. Das es um Geld geht ist klar, aber es geht auch um Wohlgefühl auch im öffentlichen Raum. Würden Menschen einen Platz ohne Werbung suchen? Wie fühlen sie sich da? Sollte jede Stadt so einen akzeptierten Raum haben? Das wären interessant Fragen, die man mit Projekten erst umsetzten und dann vielleicht beantworten könnte - dann weiß man auch wie es weiter gehen kann. Sicher eher miteinander als gegeneinander.

    bis zum nächsten mal

    Ina

  2. Entschuldigung für die schlechte Orth

    ographie - wieder zu schnell aus Knöpfchen gedrückt, aber das kennen wir wohl auch alle 😉

  3. Hallo Matthias,

    Als ich heute morgen aufgewacht bin, musste ich noch einmal an die gestrigen Diskussionen denken und ein Tag später, nachdem sich alles ein wenig gesetzt hat, stehen für mich ein paar Fragen im Raum, die ich Dir doch noch zukommen lassen möchte.

    Ich war mehr als erstaunt/verärgert, als der Herr von der Heimat seine 8% Kampagne, die er für Jürgen Möllemann erfand, als erfolgreiche Kampagne dargestellt hat. Die Gier nach mehr als 8%, hat den korrupten Möllemann immerhin dazu gebracht, seinem Leben selbst ein Ende zu setzen. Ich finde es einfach unglaublich, dass dieser Fakt bei dem Herrn keine Rolle zu spielen scheint.

    Bei der letzten Wahl hat die Farbberatung bei Frau Merkel, die Brillenberatung bei Herrn Steinmeier, die Hautglättung bei Herrn Westerwelle und die Frisurberatung bei Herrn Trittin nicht verhindert, das wir die schlechteste Wahlbeteiligung seit 60 Jahren hatten. Ich glaube das einer der Gründe dafür ist, dass korrupte Politiker wie Jürgen Möllemann die soziale und auch moralische Struktur in unserer Gesellschaft sehr verändert haben und das Bewusstsein für unsere demokratischen Rechte (z.B wählen zu können) mehr als unattraktiv gemacht haben. Aber das scheint dem immer wieder lernen wollenden Herrn von der Heimat am Arsch vorbeizugehen.

Trackbacks

  1. Checkdisout: Ad Wars | apg

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